Kompetenzmanagement – Optimierung der Wettbewerbsfähigkeit durch strategische Personalentwicklung

Beratung, Training, Coaching
Mit dem "KompMan"-Projekt bietet das IfW im engen Zusammenschluss von Unternehmen, Weiterbildungsträgern und Wissenschaft ein attraktives und umfangreiches Dienstleistungspaket für kleine und mittlere Unternehmen der verarbeitenden Industrie an. Ziel ist es, die berufsbegleitende Weiterbildung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern systematisch auf die geplanten organisatorischen und technologischen Veränderungen in den Unternehmen auszurichten und die hierfür notwendigen Rahmenbedingungen zu entwickeln.
Das Projekt wird vom Europäischen Sozialfonds und dem Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales der Freien Hansestadt Bremen im Rahmen des Landesprogramms "Pro-WIN-Qu" gefördert.
Wachsende und sich stetig ändernde Markt- und Kundenanforderungen...
Unternehmen der verarbeitenden Industrie befinden sich derzeit in einer schwierigen Wettbewerbslage. Um in der Preiskonkurrenz zu bestehen, müssen beständig Durchlaufzeiten gekürzt und Lagerbestände verringert, die Produktanlaufzeiten in der Entwicklung heruntergefahren und die Produktinnovationszyklen gesteigert werden. Und das in einer Situation, in der die Produktion starken Auftragsschwankungen unterworfen ist, die sie mit Mengen- und Volumenflexibilität zu bewältigen hat.
Gleichzeitig steigern die Kunden ihre Anforderungen. Stichworte hierfür sind die Erwartung einer erhöhten Variantenvielfalt durch die Zunahme kundenspezifischer Lösungen bei 100-prozentiger Liefertreue und stetig gesteigerter Qualität der Produkte. Unternehmen, die ihr Qualitätsmanagment-System nach ISO 9001 zertifiziert haben, sind zugleich gefordert, kontinuierliche Verbesserungsprozesse und ein darauf ausgerichtetes Personalentwicklungskonzept nachzuweisen, um Liefereranten-Audits erfolgreich zu bestehen.
Diese Anforderungen sind nur mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu bewältigen, die für die wechselnden Bedarfe jeweils passgenau qualifiziert sind. Mehr noch: Die Fähigkeit eines Unternehmens, die Mitarbeiterqualifikationen als Kompetenz-Pool des Unternehmens zu managen, der präventiv auf neue Märkte, neue Kunden, neue Technologien und neue Ablauforganisationen ausgerichtet wird, entscheidet zunehmend über die künftige Wettbewerbsfähigkeit.
...stellen die Personalentwicklung vor neue Herausforderungen
In einem hoch entwickelten Markt werden Unternehmen, die ihre Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer hauptsächlich als Kostenfaktoren betrachten, es schwer haben, langfristig auf Wachstumskurs zu gehen. Denn es sind die Menschen, die über den zukünftigen Erfolg oder Misserfolg entscheiden. In ihnen steckt das entscheidende Leistungspotenzial eines Unternehmens.
Dem Personalbereich kommt somit eine fundamentale Bedeutung auf strategischer Ebene zu, und zwar nicht nur bei Neueinstellungen, sondern vielmehr im Erkennen, Ausschöpfen und Erweitern der Potenziale des vorhandenen Mitarbeiterstammes. In dem Maße, in dem die Personalentwicklung sich vom Anhängsel der Strategieverwirklichung zu ihrem integrativen Motor entwickelt, verliert sie auch ihren Nebenrollen-Status. Sie selbst muss dafür konsequent strategisch ausgerichtet werden: weg von der Personalverwaltung, hin zur Orientierung am Unternehmensnutzen mit messbarer Wirksamkeit.
Kompetenzmanagement statt Personalverwaltung
Der Aufbau eines Kompetenzmanagements im Unternehmen setzt folgende Schritte voraus:
– ZIELE: Konkrete Ziele für das Technologie- und Innovationsmanagement aus der Unternehmensstrategie heraus festlegen;
– SOLL: Anforderungsprofile auf der fachlich-technologischen und überfachlichen Ebene herausarbeiten;
– IST: Potenzialeinschätzung durchführen (Selbst- und Fremdwahrnehmung);
– ZIELE TOP DOWN: Kompetenzentwicklungsziele festlegen (für das Unternehmen, die Abteilung und individuell);
– PLAN: Maßnahmeformen und -methoden entwickeln und ihre Durchführung planen;
– MESSEN: Kennzahlen für die Erfolgskontrolle bilden und geeignete Auswertungsmethoden auswählen;
– STANDARDISIEREN: Abläufe standardisieren zur Institutionalisierung einer permanenten strategischen Personalentwicklung.
Der gewollte Nebeneffekt eines standardisierten und dokumentierten Kompetenzmanagements:
– Unternehmen, die noch am Aufbau eines Qualitätsmanagement-Systems (QMS) arbeiten, verfügen damit bereits über wesentliche Kernmodule für die Zertifizierung.
– Bereits zertifizierte Unternehmen haben damit einen großen Schritt hin in Richtung TQM, EFQM oder auch der „Automotive Excellence“ gemacht.
Passgenaue Lösungen für das Unternehmen
Orientiert an den Prozess-Schritten zur Implementierung eines Kompetenzmanagements bietet das IfW eine Kombination von aufeinander abgestimmten Beratungs-, Trainings- und Coaching-Dienstleistungen an.
Unterstützung beim Aufbau des Kompetenzmanagements
– Beratung und Coaching bei der Entwicklung, Erprobung, Standardisierung und Dokumentation passgenauer Instrumente und Methoden des Kompetenzmanagements;
– nicht „am grünen Tisch“, sondern vor Ort, gemeinsam mit den Verantwortlichen für Personal- und Organisationsentwicklung;
– es werden keine Modelllösungen importiert, sondern Abläufe erarbeitet, die den Besonderheiten und Bedarfen des Unternehmens entsprechen;
– ehrgeizig in der Zielsetzung, pragmatisch in der Durchführung, messbar in seiner Wirksamkeit;
– selbstverständlich mit Einbindung der ganzen Belegschaft, damit im Anschluss Kompetenzmanagement gelebt wird, statt ein neues „Schrankbuch“ zu werden.
Know-how Input
Um das Kompetenzmanagement im Unternehmen nachhaltig zu verankern, bedarf es Interne, die sich verantwortlich darum „kümmern“. Unterstützend bieten wir deshalb eine systematische Qualifizierung von Fach- und Führungskräften der Personalentwicklung als Multiplikatoren einer strategischen Personalentwicklung an. Renommierte Experten der Universität Bremen stellen den Stand der Forschung und der praktischen Erfahrungen im Kompetenzmanagement vor. In sechs 2-Tagesseminaren vermitteln sie alles praktisch Wissenswerte über Kompetenzanalyse und -prognose, über Kompetenzentwicklung und -transfer, über Implementierung, Umsetzung und Controlling.
Berufsbegleitende Weiterbildung
Auf Basis des Kompetenzentwicklungsplans erarbeitet das IfW-Team Trainingsangebote, die je nach Bedarf und Interesse sowohl die notwendige Weiterentwicklung der „soft skills“ als auch der fachlich-technologischen Kompetenzen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewährleisten. Darunter fallen auch alternative Lernformen „near and on the job“. Ein erfahrener Dozenten-Pool, hochwertig ausgestattete Seminarräume und PC-Labore sowie die Werkstätten des Technischen Bildungszentrums Mitte (TBZ) für die fachpraktische Weiterbildung stehen dafür bereit.
Vorteile für die Unternehmen
– Endlich gesicherte Anhaltspunkte für eine gezielte Personalauswahl und Personalentwicklung – bei Umsetzungen wie bei Neueinstellungen. – Fehlbesetzungen kosten zu viel Geld!
– Effektivierung der Teamarbeit durch eine ausgewogene Zusammenstellung der Team-Mitglieder!
– Führungskräfte mit „Stallgeruch“ müssen nicht wie die Nadel im Heuhaufen gesucht werden, sondern werden durch interne Karriereplanungen und gezielte Nachwuchsförderung herangezogen!
– Reduzierung der Fehlzeiten und der „inneren Kündigungen“ durch individuelle Fördermaßnahmen für Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
– Last but not least: Profilierung gegenüber Kunden und Auditoren als zukunfsorientiertes Unternehmen.
Kooperationspartner des Projektes

Prof. Dr. Jörg Freiling
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Mittelstand, Existenzgründung und Entrepreneurship (Lemex)
Prof. Dr. Martin G. Möhrle
Fachbereich Wirtschaftswissenschaft, Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, Innovation und Kompetenztransfer, Leiter des Instituts für Projektmanagement und Innovation (IPMI)


Dirk Jander
Leiter des Schulzentrum des Sekundarbereichs II / Technisches Bildungszentrum Mitte (TBZ)
Internet: www.tbz-bremen.de


Projektlaufzeit: 1. Januar 2005 bis 30. September 2007
Projektleitung: Wiebecke Novello-von Bescherer
Fon: (04 21) 2 44 55-42
Fax: (04 21) 2 44 55-66
E-Mail: novello@ifw.uni-bremen.de