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EnGebMan

Energieeffizientes Planen, Bauen und Betreiben von Gebäuden

  
Europäische Gemeinschaft
Europäischer Sozialfonds
Freie Hansestadt Bremen
Der Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit,
Jugend und Soziales

Weiterbildung von Fach- und Führungskräften aus allen am Lebenszyklus des Gebäudes beteiligten Branchen im Interesse eines energieeffizienten Planens, Bauens und Betreibens von Gebäuden. So lässt sich die Zielsetzung des Projekts EnGebMan kurz zusammenfassen.

Das Projekt wird in enger Abstimmung und Kooperation von IfW und dem Bremer Institut für Gebäudemanagement, Gebäudeautomation, Energie- und Umwelttechnik - ECOTEC GmbH konzipiert und durchgeführt. So kann das bei der ECOTEC GmbH vorliegende Erfahrungswissen über Bauplanung, -ausführung und -betreiben mit dem beim IfW vorhandenen anwendungsbezogenen Weiterbildungs-Know-how sinnvoll kombiniert werden.

Gefördert wird das Projekt vom Europäischen Sozialfonds und dem Senator für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales der Freien Hansestadt Bremen.

Die Investitionskosten von heute sind die Betreiberkosten von morgen

Nach dem Motto: die langfristigen Auswirkungen haben schließlich andere zu tragen, ging es in der Planung von Gebäuden lange Zeit um möglichst geringe Investitionskosten. Unberücksichtigt blieb damit allerdings, dass die Investitionskosten von heute die Betreiberkosten von morgen sind.
Die zunehmende Konkurrenz auf dem Immobilienmarkt erzwingt in diesem eingefahrenen Verhältnis einen Umdenkungsprozess: Gebäude und Ausrüstung sind zu Beginn der Planung Investitionskosten, danach für den ganzen Lebenszyklus der Immobilie Betreiberkosten – von beiden Faktoren hängt entscheidend die Umsatzrendite ab!
In den letzten Jahren haben im Immobiliengeschäft die Gebäudebewirtschaftungskosten zunehmend an Bedeutung gewonnen. Ausschlaggebend hierfür waren u.a. folgende Gründe: Die höhere Flexibilität in der Standortfrage schlägt sich in einer steigenden Häufigkeit des Mieterwechsels nieder. Praktisch heißt das, dass die Investitionskosten zur Gewährleistung der erforderlichen Nutzungsflexibilität der Gebäude steigen. Folge: Fortschreitende Gebäudeautomation und entsprechend steigende Bewirtschaftungskosten.
Zugleich wächst der Markt an Immobilienangeboten – und die zu erzielenden Mieteinnahmen fallen. Diese Tendenz verdankt sich nicht zuletzt einem geänderten Standpunkt der Industrie zu ihrem Immobilienbesitz. Bei den Unternehmen stellt die Immobilie häufig den größten Einzelposten im Anlagenvermögen dar - in aller Regel unterbewertet. Diese Differenz von Buchwert und Marktwert wurde und wird als stille Reserve für große Liquiditätsbedarfe gehandelt. Im Zuge der flexiblen Standortwahl wird die Immobilie jedoch zunehmend aus der strategischen Ressource herausgeführt und zu einem handelbaren Wirtschaftsgut, bei dem es um Nutzung der Ertragswerte geht. Folge: Je größer das Immobilienangebot, desto mehr werden die Betriebskosten als Nebenkosten zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor.
Zwei wesentliche Gründe dafür, dass der professionelle Umgang mit Immobilien zur Forderung der Anleger im Immobilienmarkt wird. Ziel: die sogenannte Zweite Miete durch ein aktives Controlling der Bewirtschaftungskosten senken!

Neue Anforderungen an die Gebäudebewirtschaftung: Von der Planung des Neubaus bis zum Abriss

Ein aktives Controlling der Betreiberkosten setzt voraus, dass der gesamte Lebenszyklus des Gebäudes mit einbezogen wird: Von den unmittelbaren Investitionskosten beim Neubau über die damit mitentschiedenen Betreiberkosten bis zu den anfallenden Abriss- und Entsorgungskosten. Die neue Zielausrichtung heißt kurzgefasst: Steigerung der Umsatzrendite ist nur zu haben, wenn man Investitionskosten und Betreiberkosten dauerhaft zu einem Optimum führt.
Die Unternehmen, die bisher Dienstleistungen rund um die Immobilie übernommen haben, von der Projektplanung bis zur Sanierung, werden sich zukünftig an dieser Zielvorgabe bewähren müssen. Die Einhaltung von Funktionalitäten wird zum geschuldeten Erfolg nicht nur wie bisher für den Planungs- und Ausführungsprozess beim Neubau, sondern auch für die daran anschließende Betreiber- und Instandhaltungsdienstleistung. Im technischen Gebäudemanagement wird auch die Werterhaltung der Anlagen über die betriebsgewöhnliche Nutzungszeiten hinaus zum Erfolgskriterium.

Know-how Transfer „EnGebMan“

Angeboten wird ein modular strukturiertes Weiterbildungsprogramm, das zielgruppen- und anwendungsorientiert Know-how über die wirtschaftliche Planung und den effektiven Einsatz neuer Technologien zur Reduzierung des Energieverbrauchs und der Schadstoffemissionen von Gebäuden vermittelt.
Mit dieser Initiative sollen zum einen die technischen Fach- und Führungskräfte von kleinen und mittleren Unternehmen aus dem regionalen Bau- und Bauhilfsgewerbe dabei unterstützt werden, sich den neuen Anforderungen an ein energieeffizientes Bauen und Ausrüsten von Gebäuden anzupassen.
Durch die Einbeziehung von Arbeitnehmer/innen aus Architektur- und Ingenieurbüros, die vor allem in der Planungsphase der Neubauten und der technischen Gebäudeausstattung engagiert sind, soll parallel die Nachfrage nach Dienstleistungen, die Energie- und Kosteneffizienz miteinander verbinden, gefördert werden.

Weiterbildungsschwerpunkte

  • Strategien des integrierten Gebäude- und Energiemanagements
  • Nutzung der IT-Technologien
  • Technologien der Energieeinsparung und Reduzierung der Schadstoffemissionen
  • Energieeffizienz in der Heizungstechnik
  • Energieeffizienz in der Lüftungs- und Klimatechnik
  • Energieeffizienz in der Licht- und Beschattungstechnik

Unser aktuelles Seminarangebot entnehmen Sie bitte dem Weiterbildungsschwerpunkt Energie- und Gebäudemanagement.

Information und Beratung

Wiebecke Novello-von Bescherer
Fon: (0421) 2 44 55-4
Fax: (0421) 2 44 55 66
E-Mail: novello@ifw.uni-bremen.de

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